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Sex-Lexikon
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Ähnlich dem Kamasutra ist auch das Tantra eine altindische Liebeslehre. Allerdings begründet sich das 2000 Jahre alte Tantra auf einer höchst disziplinierten Form der körperlichen Liebe. Diese Disziplin soll dazu dienen, Körper, Geist und Emotionen zu stärken und zu kontrollieren und damit höchste Lust zu erreichen.
Das ursprüngliche Tantra besteht aus einem einwöchigen Liebesritual - den sieben Nächten des Tantra. Zu Beginn dieses Rituals entkleiden sich die Partner gegenseitig, baden gemeinsam und genießen zusammen einen guten Wein. Der körperliche Teil des Tantra setzt sich zusammen aus dem Wahrnehmen und dem Berühren der Körperteile des Partners in einer genau festgelegten Reihenfolge und dem Koitus in bestimmten Stellungen. Während dieser Prozeduren müssen die Partner monotone meditative Worte, sogenannte Mantras, wiederholen. Sogar die Mahlzeiten sind in ihrer Beschaffenheit während dieser Prozedur festgelegt. Völlig ausgeschlossen ist unkontrollierte Lust. Die Partner müssen sich auch in ihrer Ekstase beherrschen können und dürfen sich nicht einfach in wilder Wollust lieben.
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Tantrismus stammt von dem Sankrit Wort "Tantra". Eine indische religiöse Strömung, die seit etwa 500 nach Christus, Buddhismus und Hinduismus beeinflußte. Nach der Lehre des Tantrimus weist die Wirktlichkeit zwei polare Aspekte auf: Geist und Natur, aktives weibliches und passives männliches Prinzip, oft auch Shiva und Shakti genannt. Fußend auf dem Glauben an die Übereinstimmung von Makrokosmos (Universum) und Mikrokosmos (Mensch), ist das Ziel des Heilweges die Realisierung der ursprünglichen Einheit als Selbstverwirklichung oder Erlangung des kosmischen Bewußtseins. Als Mittel hierzu dienen esoterische Riten, Yoga-Übungen, die Batrachtung heiliger Formen (Götter, Mandalas, Yantras), die Rezitation heiliger Silben (Mantra), im sogenannten "linkshändigen Tantrismus" auch der rituelle Genuss von Wein, Fleisch, Fisch, Getreidekörner und Geschlechtsverkehr.
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Beim Telefonsex werden sexuell stimulierende, erotische Gespräche nicht von Angesicht zu Angesicht, sondern über das Telefon geführt. Bei dem Gesprächspartner kann es sich um den eigenen Partner oder aber um einen professionellen Telefonsexbetreiber handeln. Häufig wird der Telefonsex als zusätzliche Stimulation bei der Masturbation genutzt. Der Reiz beim Telefonsex liegt darin, daß man seinen Sexpartner nicht sehen kann. Durch diese teilweise Anonymität fällt es oft leichter, erotische oder sogar obszöne Worte und Anspielungen auf sexuelle Praktiken auszusprechen, die man bei direktem Kontakt vermutlich niemals äußern würde - aus Angst vor einer negativen Reaktion des Partners. Doch bei professionellen Telefonsex - Anbietern braucht sich der Anrufer nicht vor negativen Reaktionen auf seine Formulierungen zu fürchten. Häufig gehen die Profis am Telefon gekonnt auf jede Situation ein, damit der Anrufer auch wirklich Befriedigung erreicht. Inzwischen gibt es professionelle Telefonsex-Dienste für fast jede Neigung und Veranlagung. Homosexuelle können sich bei einem Gay-Telefonat amüsieren, Liebhaber von Perversionen werden bedient, und sogar Domina-Sex am Telefon wird angeboten. Telefonsex-Anbieter mit vielen verschiedenen Diensten für jeden Geschmack und für jede Neigung findet man in Tageszeitungen, Kontaktmagazinen, Erotikzeitschriften und zum Teil sogar schon in seriösen Zeitschriften. Viele professionelle Telefonsexbetreiber bieten aber auch einseitige Sexleitungen an. Bei diesen Leitungen führt der Anrufer kein anregendes Gespräch mit einem Live-Partner, sondern findet eine lebensechte Tonbandaufnahme vor. Von diesem Band kann sich der Kunde dann erregende Liebesbeichten junger Mädchen anhören, kann beim Solo-Sex als akustischer Voyeur dabeisein oder sich einfach durch lustvolles Stöhnen erregen lassen. Diese Möglichkeit ist für manche Menschen noch reizvoller als "Live-Sex" am Telefon, da sie hierbei völlig anonym bleiben und sich ganz dem Liebesgeflüster aus dem Hörer widmen können, ohne überhaupt aktiv werden zu müssen. Auch der partnerschaftliche Telefonsex kann befriedigend sein. Z. B., wenn die Partner längere Zeit voneinander getrennt sind. Wird die Sehnsucht zu groß, ist für viele der Verkehr über das Telefon eine attraktive Methode, um einander näher zu sein. Manchmal treten dabei auch sexuelle Phantasien und Wünsche zutage, die keiner der Partner bisher ausgesprochen hat. Auf diese Art kann man nicht nur Entfernungen überbrücken, sondern auch auf ein neues den Partner entdecken. Oft trägt dies dann zu einer Auflockerung des sexuellen Verhältnisses bei, und viele Partner wagen einen Schritt über ihre bisherigen sexuellen Grenzen hinaus, um die neuerfahrenen Phantasien und Wünsche auszuprobieren.
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Der Testosteronspiegel fällt im Laufe eines Männerlebens ab. Männer in den "besten Jahren", etwa ab 40, klagen als Folge davon über den Abbau von Muskelmasse, Aufbau von Fettpölsterchen und zunehmender Lustlosigkeit. Die Werbung rät nun vermehrt zur Hormonsubstitution. Das bedeutet, dass das geringer produzierte Hormon dem Körper von außen zugeführt wird: durch testosteronhaltige Pflaster, Pillen und Cremes. Findige Pharma-Firmen wecken nun nicht nur die Hoffnung auf anhaltende Potenz, sondern erfinden zum Zwecke der Absatzförderung eine passende Krankheit für das starke Geschlecht gleich hinzu: die Menopause des Mannes. Sind die Wechseljahre des Mannes nun eine Modeerscheinung? Immer häufiger melden sich Männer mit den bislang nur Frauen zugeschriebenen Symptomen wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Depressionen usw - sicherlich auch mit dem Hintergedanken, ihrer zunehmenden sexuellen Appetitlosigkeit Herr zu werden. Ob das Hormon als Gegengift gegen Lustlosigkeit im Alter eingesetzt werden kann, ist allerdings fraglich. Testosteron hat nämlich nur einen indirekten Einfluss auf die Potenz: Es macht den Schwellkörper reaktionsfähiger und erleichtert damit den Einsatz von Erektionshilfen wie Viagra, Levitra und Cialis. Neu auf dem Markt sind nun testosteronhaltige Gels - alle 24 Stunden sollen sie auf dem Oberarm appliziert werden und damit den Hormonspiegel im Gleichgewicht halten. Die Gefahr einer ungewollten Übertragung auf Kontaktpersonen ist dabei - laut Hersteller - nur theoretisch gegeben. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass die entsprechenden Körperpartien komplett aufgetrocknet sein sollen, bevor ein Körperkontakt mit anderen Personen stattfindet. Die Hersteller schließen jedoch aus, dass die kontaktierte Damenwelt plötzlich mit Brustbehaarung und einer tiefen Stimme beglückt wird. Ob Testosteron Chance oder Risiko bedeutet, entscheidet letztendlich der Hausarzt: Alle Präparate sind verschreibungspflichtig.
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Drei-Geschlechtlichkeit, die in jedem Menschen vorhanden ist. Die Tri-Sexualität schließt sowohl die heterosexuelle Neigung, wie auch die oft unterdrückte homosexuelle und die unbewußt vorhandene autoerotische ein.
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Auch Triolensex, Triolismus oder deutsch "flotter Dreier" genannt. Sex zu dritt, wobei es egal ist, ob zwei Frauen und ein Mann oder eine Frau mit zwei Männern Sex machen. Häufig ist die dritte Person nur in der Rolle des Beobachters (Voyeurs), oder sie schaut zunächst den sexuellen Handlungen des Paars zu, lässt sich stimulieren und macht später mit. Sexualpsychologen sehen in diesem besonderen voyeuristischen Reiz (sehen und gesehen werden) mit der Möglichkeit des aktiven Mitmachens einen Grund, warum Männer und Frauen Dreiersex praktizieren. Ein anderer Grund kann in homosexuellen Neigungen der Beteiligten liegen, da es beim "flotten Dreier" oftmals auch zu homosexuellen Sextechniken kommt. In vielen Kulturen und Zeiten hat die Triole eine wichtige Rolle gespielt. Im Kamasutra etwa wird eine Vielzahl von Techniken für Sex zu dritt beschrieben. Genaue Untersuchungen aus heutiger Zeit über Häufigkeit und Art von Triolensex gibt es nicht. Als längerfristige, feste Beziehung jedoch hat sich die Dreierbeziehung nicht bewährt. Oft kommt es zwischen den Beteiligten schnell zu Eifersüchtelein, die die Beziehung zerstören. Psychologen warnen Paare daher, diese "Spielart" in der Hoffnung auf einen höheren sexuellen Lustgewinn zu praktizieren.
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Tripper (Gonorrhoe) wird durch bestimmte Bakterien, so genannte Gonokokken, verursacht. Es handelt sich um die häufigste Geschlechtskrankheit in Deutschland. Die Bakterien gelangen über die Schleimhäute in den Körper und werden daher ausschliesslich beim Geschlechtsverkehr übertragen.
Symptome Beim Mann äußert sich der Tripper einige Tage nach der Ansteckung durch eitrige Absonderungen aus der Harnröhre in Verbindung mit einem Brennen beim Wasserlassen. Bei der Frau kann es ebenfalls zu eitrigem Ausfluss und zu Schmerzen beim Wasserlassen kommen. Die Infektion kann sich bei entsprechenden Sexualpraktiken auch als eitrige Entzündung im Rachen oder am After bemerkbar machen. Jedoch bemerkt jeder 5. Mann und jede 2. Frau die Infektion zunächst nicht.
Folgen Wird der Tripper nicht behandelt, kann das bei beiden Geschlechtern zu chronischen Schmerzen und Unfruchtbarkeit führen. Schwangere können die Bakterien während der Geburt auf ihr Kind übertragen, was bei dem Neugeborenen zur Erblindung führen kann. Selten breiten sich die Erreger über die Blutbahn im gesamten Körper aus. Das kann Fieber, Augen- und Gelenkentzündungen sowie Hautausschlag zur Folge haben.
Behandlung Behandelt wird der Tripper durch die Verabreichung von Penicillin in Spritzen- oder Tablettenform. Dann ist er in aller Regel nach drei Tagen vergessen.
Bis zur definitiven Ausheilung der Infektion ist sexuelle Enthaltsamkeit Pflicht.
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